Einfach pilgern mit Chariot

Mit dem Cabriolet Hiker nach Rom und Santiago de Compostela

Seit 1992 sind wir jährlich mit dem Rucksack unterwegs um über verschiedene Jacobswege nach Santiago de Compostela zu laufen. Von zu Hause aus sind es 2200 km, die wir in 84 Tagen über Paris, Ronchevalles und Sevilla bis Santiago gepilgert sind. Um noch zwei andere Pilgerwege zu sehen, sind wir auch schon von Arles und Le Puy bis zu Puenta La Reina in Spanien gegangen, wo die vier Wege zusammen kommen.

Wir sind bereits viel unterwegs gewesen und möchten das auch weiterhin tun. Doch die Last des Gepäck wird uns allmählich zu schwer und um die Knochen zu schonen haben wir uns nach einer Laufkarre für das Gepäck umgesehen. In Santiago trafen wir einen Deutschen, der einen Chariot Cabriolet mit Wanderdeichsel hatte und ohne Probleme bis Santiago gelaufen ist. Er hatte alle Wanderwege mit dem Hiker laufen können und war begeistert. Wir haben uns Marke und Typ gemerkt und zurück zu Hause hat unser Sohn im Internet nach Informationen gesucht. Dabei ist er bei Zwei plus zwei in Köln gelandet. Dort haben wir eine sehr gute Beratung bekommen und der Kauf war schnell geschlossen. Wir haben den Cabriolet ausführlich geprüft und kleine Änderungen durchgeführt, so wie eine extra Pinne durch die Aluminiumdeichsel und eine Regenkappe für die Rückseite. Auch haben wir den Punkt, wo die Räder eingeschoben werden um 10 cm nach vorn versetzt um bei der ausschließlichen Nutzung als Hiker eine bessere Balance zu bekommen. An die Vorderseite haben wir zwei Fahrradständer montiert – Kleinigkeiten zwar, aber sie haben uns Spaß gemacht. Jetzt waren wir bereit für den Fußweg nach Rom!

Am frühen Morgen des 23. Aprils ging es los. Wir folgten der Fahrradroute. Durch das Mülerthal geht es entlang der Grenzen von Deutschland, Luxemburg und Frankreich, und schließlich kommen wir in Rheinfelden an. Hier macht uns das Hochwasser Kummer. Wir müssen die Straße verlassen um weiter oben unseren Weg zu verfolgen. Ähnlich geht es in Liechtenstein und Frankreich. Manchmal wissen wir gar nicht, in welchem Land wir gerade sind. Der schöne Rhein-Fahrradweg ist ein Genuß. In Hütting schlafen wir in Stroh und nach einigen Tagen erreichen wir den Bodensee.Am 26. Mai wann erreichen wir Chur und hier fängt die Steigung an. Über die Rofflaschucht, Splügen und den gleichnamige Pass kommen wir nach Italien. Unsere weitere Reise führt uns über Bergamo, Crema, Modena und Orvieto. Es ist eine wunderschöne Umgebung, aber immer voller Steigungen. Am 28. Juni kommen wir in Rom an, nach 1745 km und 65 Tagen. Wir sehen den Papst und bleiben noch vier Tage in der heißen Stadt. Die Karre ist schnell zusammengefaltet, ein durchdachtes System und was übrig bleibt ist ein handliches Stück Reisegepäck.

Mit den Bus fahren wir nach Holland zurück. Haben wir auf unsere Reise Probleme gehabt? Nur zwei kaputte Reifen, die wir selbst repariert haben. In den folgenden Jahren haben wir noch viele Strecken mit dem Cabriolet zurückgelegt. Im Jahr 2000 sind wir von San Sebastian nach Santiago 867 km und in 2001 eine kurze Strecke von 235 km ab Porto auch nach Santiago gewandert. Unsere weiteren Pläne? 2002 haben wir unseren 40-jährigen Hochzeitstag - den wollen wir mit einer Wanderung von Santiago nach Hause feiern. Die Karre ist ein Genuß! Mit unseren Freund Chariot haben wir bisher knapp 3000 km zurückgelegt. Als Belohnung hat er neue Reifen bekommen. Er wird noch eine ganze Weile mitmachen und wir hoffentlich auch...

Gerda und Guus Hylkema

 

Die in diesem Text erwähnten Chariots sind nicht mehr erhältlich. Für unser aktuelles Modellangebot klicken Sie hier.